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Notdienste in Hamburg — eine sachliche Übersicht

Notdienste in Hamburg — eine sachliche Übersicht

Außerhalb der regulären Praxiszeiten stellt sich für Betroffene und Angehörige in Hamburg häufig die Frage, welcher Dienst für welches Anliegen zuständig ist. Die Antwort hängt von der Art der Beschwerden, der Fachrichtung und der Dringlichkeit ab. Dieser Ratgeber stellt die wichtigsten Notdienste in Hamburg nebeneinander, erläutert die jeweilige Zuständigkeit und gibt eine klare Orientierung, wann welcher Weg der richtige ist.

Warum es verschiedene Notdienste gibt

Das deutsche Gesundheitssystem kennt für unterschiedliche Fachrichtungen und Versorgungsstufen jeweils eigene Bereitschaftsstrukturen. Rettungsdienst, allgemeinärztlicher Bereitschaftsdienst, zahn-, augen- und tierärztliche Notdienste sowie der Apothekennotdienst sind getrennt organisiert und nicht über eine einzige Nummer erreichbar. Wer die Zuständigkeiten kennt, wählt den richtigen Weg und spart wertvolle Zeit.

Lebensbedrohliche Notfälle — 112

Bei Verdacht auf lebensbedrohliche Zustände ist ausschließlich der Rettungsdienst unter 112 der richtige Ansprechpartner. Dazu zählen Bewusstseinsverlust, schwere Atemnot, Zeichen eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls wie plötzliche einseitige Lähmung oder Sprachstörung, starke, nicht stillbare Blutungen, schwere allergische Reaktionen mit Schwellung im Gesichts- und Halsbereich, Vergiftungen sowie Krampfanfälle ohne bekannte Vorerkrankung. In diesen Situationen zählt jede Minute; ein vorgeschalteter Anruf beim Bereitschaftsdienst wäre eine gefährliche Verzögerung.

Allgemeinärztliche Akutversorgung — privat und gesetzlich

Für akute, aber nicht lebensbedrohliche allgemeinmedizinische und internistische Beschwerden bestehen in Hamburg zwei Strukturen nebeneinander. Der kassenärztliche Bereitschaftsdienst, bundesweit erreichbar unter 116 117, organisiert die Versorgung für gesetzlich Versicherte über Bereitschafts- und Notdienstpraxen sowie in begrenztem Umfang über Hausbesuche. Daneben bieten privatärztliche Notdienste mit Hausbesuch eine Alternative, die sich insbesondere dann anbietet, wenn eine rasche, planbare Versorgung in der eigenen Wohnung gewünscht ist oder wenn Wartezeiten in einer Bereitschaftspraxis mit den Beschwerden nicht vereinbar sind.

Zahnärztlicher Notdienst Hamburg

Bei akuten Zahnschmerzen, Zahnunfällen, Abszessen oder Blutungen nach zahnärztlichen Eingriffen ist nicht der allgemeine Bereitschaftsdienst, sondern der zahnärztliche Notdienst zuständig. Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Hamburg (KZV Hamburg) veröffentlicht auf ihrer Webseite die jeweils diensthabende Zahnarztpraxis; zusätzlich gibt es den zahnärztlichen Notdienst unter einer bekannt gemachten Rufnummer. Ein allgemeinärztlicher Hausbesuch kann eine akute Schmerzmedikation bereitstellen und die Beschwerden einordnen, ersetzt aber keine zahnärztliche Behandlung.

Augenärztlicher Notdienst Hamburg

Plötzliche Sehstörungen, Lichtblitze, Schleiersehen, Augenschmerzen, Verblitzungen oder Fremdkörper im Auge gehören in die Hände eines Augenarztes oder einer Augenklinik. Für akute augenärztliche Notfälle stehen in Hamburg die Augenklinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) sowie die Augenabteilungen der Asklepios-Kliniken und weiterer großer Häuser zur Verfügung. Bei Verdacht auf eine Netzhautablösung oder einen Zentralarterienverschluss ist die sofortige Vorstellung in einer Augennotaufnahme notwendig.

HNO-Notdienst Hamburg

Akute Hals-, Nasen- oder Ohrenbeschwerden lassen sich in vielen Fällen durch einen privatärztlichen Hausbesuch in Hamburgallgemeinmedizinisch einordnen und behandeln. Bei Verdacht auf Hörsturz, Trommelfellverletzung oder unklarer einseitiger Hörminderung ist dagegen der HNO-Facharztnotdienst oder die HNO-Notaufnahme einer Klinik zuständig.

Kinderärztlicher Notdienst Hamburg

Akute Erkrankungen bei Kindern außerhalb der Sprechzeiten, etwa Fieber, Atemwegsinfekte, Ohrenschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden oder unklare Hautausschläge, können über den allgemeinen kassenärztlichen Bereitschaftsdienst oder über einen privatärztlichen Kinderarzt-Notdienst mit Hausbesuch versorgt werden. Bei akuter Lebensgefahr, etwa schwerer Atemnot oder Bewusstseinstrübung, gilt auch bei Kindern die Regel, den Rettungsdienst unter 112 zu rufen.

Apothekennotdienst Hamburg

In Hamburg lässt sich die nächstgelegene Notdienstapotheke über die bundeseinheitliche Apothekensuche, über den Aushang an der eigenen Stammapotheke oder über die Apothekerkammer Hamburg ermitteln. Online steht die Notdienstapothekensuche der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände zur Verfügung. Diensthabende Apotheken lösen Rezepte auch aus privatärztlicher Behandlung ohne Verzögerung ein.

Tiermedizinischer Notdienst Hamburg

Tiermedizinische Notfälle werden in Hamburg über den Notdienst der Tierärztekammer Hamburg sowie über größere Tierkliniken mit Bereitschaft rund um die Uhr abgedeckt. Der tierärztliche Notdienst ist vom humanmedizinischen Bereitschaftsdienst getrennt und nutzt eigene Rufnummern.

Wann RAB der richtige Ansprechpartner ist

Der privatärztliche Bereitschaftsdienst RAB ist für allgemeinmedizinisch-internistische Akutfälle konzipiert, die eine ärztliche Einschätzung innerhalb weniger Stunden erfordern, ohne dass eine unmittelbare Lebensgefahr besteht. Typische Anlässe sind fieberhafte Infekte, akute Magen-Darm-Beschwerden, Atemwegsinfekte, akute Schmerzen, eine Krankschreibung am Wochenende, die Ausstellung eines Rezepts außerhalb der Sprechzeiten oder eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bei akuter Erkrankung. Die Versorgung erfolgt per Hausbesuch in der gewohnten Umgebung des Patienten, mit üblicher Ankunftszeit von 60 bis 90 Minuten. Auf Wunsch ist auch eine englischsprachige Versorgung möglich.

Häufige Fragen zu Notdiensten in Hamburg

Was ist der Unterschied zwischen 112 und 116 117? Der Notruf 112 ist für lebensbedrohliche Notfälle, bei denen ein Rettungswagen oder Notarzt benötigt wird. Die Nummer 116 117 ist der bundesweite ärztliche Bereitschaftsdienst für nicht lebensbedrohliche, aber akute Beschwerden außerhalb der Praxiszeiten.

Ist der Bereitschaftsdienst kostenlos? Der kassenärztliche Bereitschaftsdienst über 116 117 ist für gesetzlich Versicherte mit den üblichen Regelungen abgedeckt. Ein privatärztlicher Notdienst rechnet nach der Gebührenordnung für Ärzte ab; privat Versicherte reichen die Rechnung bei ihrer Krankenversicherung ein.

Kann ich als Privatpatient 116 117 anrufen? Ja, die Rufnummer 116 117 steht grundsätzlich allen offen. Privat Versicherte haben aber in der Regel zusätzlich Zugang zu einem privatärztlichen Notdienst mit Hausbesuch, der eine kurze und planbare Ankunftszeit bietet.

Gibt es einen englischsprachigen Notdienst in Hamburg? Ja. Ein englischsprachiger privatärztlicher Hausbesuch ist auf Wunsch verfügbar und wird insbesondere von internationalen Familien, Geschäftsreisenden und Hotelgästen in Anspruch genommen.

Bekomme ich im Notdienst ein Rezept und eine Krankschreibung? Ja. Sowohl Rezepte als auch Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen können bei entsprechender Indikation während des Hausbesuchs ausgestellt werden.

Sachlicher Hinweis zur Inanspruchnahme

Für eine privatärztliche Einschätzung mit Hausbesuch in Hamburg ist RAB Privatärztlicher Bereitschaftsdienst täglich von 6 bis 24 Uhr unter +49 40 524 729 688 erreichbar. Die übliche Ankunftszeit beträgt 60 bis 90 Minuten, Rezepte und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen werden bei entsprechender Indikation vor Ort ausgestellt. Weiterführende Informationen und die Online-Terminvereinbarung finden sich unter rab-arztbesuche.hamburg. Bei Anzeichen einer akuten Lebensgefahr ist weiterhin ausschließlich der Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 der richtige Ansprechpartner.

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