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Bekommt man beim Notdienst eine Krankmeldung

Bekommt man beim Notdienst eine Krankmeldung?

Krankschreibung am Wochenende in Hamburg erklärt

Viele Erkrankungen beginnen nicht während der üblichen Praxiszeiten, sondern abends oder am Wochenende. Wer am Samstag oder Sonntag krank wird, stellt sich deshalb häufig die Frage, ob man beim ärztlichen Notdienst eine Krankmeldung erhalten kann.

Grundsätzlich lautet die Antwort: Ja – wenn eine medizinische Arbeitsunfähigkeit vorliegt. Entscheidend ist jedoch immer die ärztliche Beurteilung nach einer Untersuchung.

Dieser Beitrag erklärt, wie Krankschreibungen im ärztlichen Bereitschaftsdienst funktionieren, welche Voraussetzungen gelten und welche Möglichkeiten Patientinnen und Patienten in Berlin haben.

Kann man sich am Wochenende krankschreiben lassen?

Eine Krankschreibung – offiziell Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) – kann grundsätzlich an jedem Tag der Woche ausgestellt werden. Das gilt auch für Samstage, Sonntage und gesetzliche Feiertage.

Der Wochentag spielt dabei keine Rolle. Entscheidend ist ausschließlich die medizinische Einschätzung des behandelnden Arztes. Wenn eine Erkrankung dazu führt, dass eine berufliche Tätigkeit vorübergehend nicht ausgeübt werden kann, darf auch der ärztliche Notdienst eine entsprechende Bescheinigung ausstellen.

Wer stellt am Wochenende eine Krankschreibung aus?

Wenn die eigene Hausarztpraxis geschlossen ist, stehen mehrere Versorgungswege zur Verfügung.

Der ärztliche Bereitschaftsdienst übernimmt die Versorgung bei akuten Beschwerden außerhalb der regulären Sprechzeiten. Nach einer ärztlichen Untersuchung kann dort eine Krankschreibung ausgestellt werden, sofern eine Arbeitsunfähigkeit festgestellt wird. Typische Gründe sind beispielsweise stärkere Erkältungen oder Grippe, Fieber, Magen-Darm-Infekte, akute Schmerzen oder andere Infektionserkrankungen.

In vielen Städten existieren außerdem sogenannte Notdienstpraxen. Dort können Patientinnen und Patienten ohne Termin erscheinen, wenn eine kurzfristige medizinische Einschätzung notwendig ist. Auch hier erfolgt eine Krankschreibung ausschließlich nach ärztlicher Untersuchung und medizinischer Indikation.

Wenn der Weg in eine Praxis nicht möglich ist, kann auch ein ärztlicher Hausbesuch erfolgen. Der Arzt untersucht die Patientin oder den Patienten vor Ort und entscheidet anschließend über Behandlung, Medikamentenverordnung und gegebenenfalls über die Ausstellung einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.

Gerade bei starkem Krankheitsgefühl oder eingeschränkter Mobilität kann diese Form der Versorgung sinnvoll sein.

Bekommt man automatisch eine Krankmeldung im Notdienst?

Eine Krankschreibung wird nicht automatisch ausgestellt. Sie ist keine formale Bescheinigung auf Wunsch, sondern eine medizinische Entscheidung.

Der Arzt beurteilt unter anderem die Art und Schwere der Erkrankung, die körperliche Belastbarkeit, die berufliche Tätigkeit sowie die voraussichtliche Dauer der Einschränkung. Nur wenn medizinisch festgestellt wird, dass die Arbeitsfähigkeit aktuell nicht gegeben ist, wird eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt.

Wie lange kann ein Arzt krankschreiben?

Die Dauer einer Krankschreibung richtet sich nach der Diagnose und dem individuellen Krankheitsverlauf. In manchen Fällen reicht eine Bescheinigung für einen einzelnen Tag, häufig werden jedoch mehrere Tage ausgestellt.

Bei schwereren Erkrankungen kann auch eine längere Krankschreibung notwendig sein. Wenn Beschwerden weiterhin bestehen, ist häufig eine erneute ärztliche Untersuchung erforderlich.

Kann man im Notdienst auch ein Rezept bekommen?

Ja. Wenn medizinisch notwendig, kann ein Arzt im Notdienst auch ein Rezept ausstellen. Das betrifft beispielsweise Medikamente gegen Schmerzen, fiebersenkende Mittel oder Antibiotika bei bakteriellen Infektionen.

Die Entscheidung erfolgt stets auf Grundlage der ärztlichen Untersuchung und der medizinischen Indikation. Mehr zu unserem medizinischen Service finden Sie hier.

Wann ist der Notruf statt des Notdienstes notwendig?

Nicht jede Erkrankung ist ein medizinischer Notfall. Dennoch gibt es Situationen, in denen sofort der Rettungsdienst alarmiert werden muss.

Der Notruf 112 ist erforderlich bei Atemnot, Bewusstlosigkeit, starken Brustschmerzen, schweren Verletzungen oder neurologischen Ausfällen wie plötzlichen Lähmungen oder Sprachstörungen. In solchen Fällen darf keine Zeit verloren werden.

Krankschreibung oder Notaufnahme?

Viele Menschen wenden sich bei Krankheit direkt an die Notaufnahme eines Krankenhauses. Diese Einrichtungen sind jedoch in erster Linie für schwere oder lebensbedrohliche Situationen vorgesehen.

Bei typischen Erkrankungen wie Erkältungen, Infekten oder Magen-Darm-Beschwerden ist der ärztliche Bereitschaftsdienst meist die richtige Anlaufstelle.

Häufige Fragen

Eine am Wochenende ausgestellte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist rechtlich genauso gültig wie eine Bescheinigung vom Hausarzt an einem Werktag. Rückwirkende Krankschreibungen sind grundsätzlich nur in begrenzten Ausnahmefällen möglich.

Wenn eine Krankschreibung nur für wenige Tage ausgestellt wurde oder eine Verlängerung erforderlich ist, kann eine erneute Untersuchung beim Hausarzt sinnvoll sein.

Warum der richtige Versorgungsweg wichtig ist

Das deutsche Gesundheitssystem ist in verschiedene Versorgungsstufen gegliedert. Der Notruf 112 ist ausschließlich für lebensbedrohliche Notfälle vorgesehen. Der ärztliche Bereitschaftsdienst übernimmt akute, aber nicht lebensbedrohliche Beschwerden außerhalb der Praxiszeiten. Hausarztpraxen sind für die reguläre medizinische Versorgung zuständig.

Eine passende Einschätzung der Situation hilft, Wartezeiten zu reduzieren und medizinische Ressourcen sinnvoll zu nutzen.

Fazit

Die Frage, ob man beim Notdienst eine Krankmeldung bekommt, lässt sich grundsätzlich mit Ja beantworten – vorausgesetzt, eine ärztliche Untersuchung bestätigt eine Arbeitsunfähigkeit.

Auch am Wochenende oder außerhalb regulärer Praxiszeiten können Patientinnen und Patienten medizinische Hilfe erhalten. Entscheidend ist dabei immer die individuelle gesundheitliche Situation und die ärztliche Einschätzung.

Wenn Sie in Hamburg kurzfristig ärztliche Hilfe benötigen und keine lebensbedrohliche Situation vorliegt, erreichen Sie den privatärztlichen Bereitschaftsdienst von RAB Hamburg täglich zwischen 6 und 24 Uhr telefonisch unter 040 524 729 688.

Alternativ können Sie Ihren Termin direkt online buchen.

In der Regel erfolgt der Hausbesuch innerhalb von 60–90 Minuten.

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